Holzköppe und Strippenzieher

Ausstellung in der Marien-Magdalenen-Kirche

Vernissage am 18. August 2018, 18:00 Uhr

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motto

Katja Rosin

Liebes Publikum, unser Geschäft ist und bleibt das Theater. Doch auch wir stehen unter Spardruck, sind auf gute Auslastungszahlen angewiesen und müssen uns genau überlegen, wie wir die Fördermittel der Stadt, des Landkreises und des Landes Sachsen-Anhalt kreativ „anlegen“.
Dank des Theaterpreises des Bundes dürfen wir in der nächsten Spielzeit unter dem Motto "Geld Geld Geld" Projekte in Angriff nehmen, die uns normalerweise aus finanziellen Gründen verwehrt sind. So starten wir schon am 18. August 2018 in der Marien-Magdalenen-Kirche mit einer außergewöhnlichen Ausstellung: "Holzköppe und Strippenzieher" widmet sich der Geschichte der Kleinen Bühne Naumburg bis zum kleinsten Stadttheater Deutschlands. Im September sind wir dann erneut zu Gast im Turbinenhaus. Mit der musikalischen Revue "Nix ist umsonst" betreten wir Neuland. Unser Ensemble wird endlich auch singen!

Wir erkunden mit theatralen Mitteln die Auswirkungen der Diktatur des Geldes. Wir wollen Sie nicht einlullen, sondern immer wieder überraschen und mitnehmen. Seien Sie auch in der neuen Spielzeit unser Gast und Begleiter und gerne auch Abonnent, wenn wir unsere Geld-Besessenheit aufs Korn nehmen. Wir freuen uns auf Sie.

Ihr Stefan Neugebauer
Intendant des Theater Naumburg










Mittwoch, 06 Juni 2018 16:31

Aussprechen des Unaussprechlichen

Der in der vergangenen Spielzeit entstandene Jugendspielclub des Theater Naumburg war auch in diesem Jahr offen für alle neugierigen und spielwütigen Jugendlichen unserer Region. RESET heißt das entstandene Stück bzw. die Stückcollage, die mit den sieben Jungen und Mädchen unter der Leitung von Theaterpädagogin Katja Preuß entstanden ist.
Es ist kein leichtes Thema, dem sich die Jugendlichen annehmen, geht es doch um den Suizid, dem Leben ein bewusstes Ende zu setzen; aber auch um „Reset“, das Drücken eines Knopfes, der ein System in den Anfangszustand bringt. Was würden wir also tun, wenn wir unser Leben noch einmal von vorn beginnen könnten?

Entstanden ist ein tiefsinniger und zugleich humorvoller Abend, den uns die jungen Schauspieler am Samstag, 9. Juni 2018 zum ersten Mal präsentieren. Wir freuen uns darauf!

Vorstellungen:     9. & 10. Juni um 19.30 Uhr im Jugendzentrum OttO Naumburg;
14. Juni um 11:00 Uhr im Rahmen der Schülertheatertage, Freie Schule im Burgendland Jan Hus   

***Unterstützt wurde der Jugendspielclub durch den LIONS CLUB NAUMBURG und die MONOCHROM GBR, die mit eigeninitiierten Sammlungen ein intensives Probenwochenende und den Einsatz eines externen Technikers ermöglicht haben. Das Theater Naumburg möchte sich hierfür im Namen aller Beteiligter herzlich bedanken!***

Freitag, 25 Mai 2018 15:14

KOIVISTO, MERI

Meri Koivisto wurde im finnischen Lappland geboren. Tausende Ski-Kilometer, ein Abitur und eine Tanzausbildung später kam sie nach Deutschland um Deutsch zu lernen. Und wo lernt man die Sprache der Dichter besser als in der Schauspielschule? Seit ihrem Abschluss arbeitet Sie europaweit als freischaffende Schauspielerin, meist auf Deutsch und Finnisch. Neben der Bühne spielt sie für Film und Fernsehen. Zurzeit ist sie in der Kinderserie Schloss Einstein als Lehrerin Ainikki Holopainen zu sehen. Meri lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Berlin.


Rolle der Elise in DER GEIZIGE

Dienstag, 08 Mai 2018 15:43

LESEN WIDER DAS VERGESSEN

Am vergangenen Sonntag, 6. Mai fand in Naumburg erneut das LESEN WIDER DAS VERGESSEN statt. Es ist ein Zusammentreffen zahlreicher Akteure aus Politik, Kultur- und Bildungseinrichtungen, die gemeinsam mahnend der Bücherverbrennung der Nazis am 10. Mai 1933 gedenken. Die 90minütige Lesung war ein wichtiger solidarischer Akt mit damals wie heute aktuellen und beeindruckenden Texten und Musik. Auch das Theater Naumburg war dabei und bedankt sich bei allen Beteiligten für diese gemeinsame Aktion zum Tag des Buches.

Freitag, 13 April 2018 14:37

LOS GEHT`S!

Es wird wieder spaziert: der diesjährige Naumburger Theaterspaziergang begibt sich zu Hofe - auf Schloss Neuenburg in Freyburg. Seit über neunhundert Jahren steht sie nun schon da, die Neuenburg, und hat viel zu erzählen. Zeit für das Naumburger Theater-Ensemble Sie auf verschlungenen Wegen durch die historischen Räume zu führen. Fleißig wird hierfür geprobt und -in der ein oder anderen Pause- die Frühlingssonne genossen.
Die ersten beiden Vorstellungen sind bereits ausverkauft. Spazieren Sie doch an einem der darauffolgenden Abende mit uns!

Schauspiel: Maribel Dente/ Michael Naroditski/ Adrien Papritz/ Markus Sulzbacher/ Jörg Vogel
Regie: Stefan Neugebauer
Autor: Thomas B. Hoffmann

Mittwoch, 11 April 2018 10:53

ROSIN, KATJA

Katja Rosin wurde in Brandenburg geboren und lebte ab ihrem dritten Lebensjahr in Berlin, wo sie als Kind anfing, Theater zu spielen. Nach dem Abitur und einem Redaktionsvolontariat in einer Filmproduktion ging sie an die Schauspielschule und schloß dort 2004 ihr Studium ab. Seitdem arbeitete Katja als Schauspielerin freiberuflich für Film, Fernsehen und Theater - mit Gast-und Teilzeitspielverträgen in Deutschland und der Schweiz. Mit zwei freien Theatertruppen realisierte sie über 10 Produktionen. Nach vielen Reisen als Spielerin gründete sie 2014 eine Familie und machte eine Ausbildung zur Theaterpädagogin. Sie arbeitete anschließend neben dem Schauspiel und Sprechen an Berliner Schulen, Bildungseinrichtungen und für Theater. Ab der Spielzeit 2017/18 ist Katja Rosin für das Theater Naumburg in der Öffentlichkeitsarbeit, Dramaturgie, Theaterpädagogik und im Schauspiel tätig sein.

Rolle der Kristin in FRÄULEIN JULIE

Dienstag, 10 April 2018 16:37

VOGEL, JÖRG

Der Schauspieler Jörg Vogel wuchs in der nordhessischen Provinz in der Nähe von Kassel auf. Nach dem Abi zog es ihn, wie die meisten anderen auch, in die Metropole Berlin - hedonistisches Zentrum seiner Zeit und Mekka für Kaffeehausgänger und unterbezahlte Minijober. Während seiner Schauspielausbildung arbeitete er als Taxifahrer - die unterschiedlichsten Begegnungen mit Menschen in der Großstadt prägten ihn.
Seine ersten Engagements führten Ihn ab 2007 nach Potsdam, Bremen, Hannover und Halberstadt. Seit 2018 arbeitet Jörg Vogel als Gast am Theater Naumburg.


Rolle "Straßenmusiker" in STRASSENBAHN-THEATER-TRÄUME
Protagonistin in 3.NAUMBURGER THEATERSPAZIERGANG

Dienstag, 10 April 2018 16:27

Maribel Dente

DAS LIEBE GELD

„Geld“- ruft Nora freudestrahlend aus, als ihr Mann Torvald ankündigt, dass er etwas „für sie habe“. Das liebe Geld ist gleichzeitig Ursache und vermeintliche Lösung von Noras Dilemma - ist das nicht meistens so?

Geld bedeutet oft Freiheit, die Freiheit sich selbst zu verwirklichen, sich keine Gedanken um das eigene Überleben und der Menschen machen zu müssen, die man liebt - die Freiheit zu leben, wie und wo man will, Erfahrungen zu machen, Möglichkeiten auszuschöpfen - man selbst zu sein.

Ich sage meinen Freunden oft, dass Geld kommt und geht und versuche zu vertrauen. Denn in diesem Land geht es uns gut, haben wir immer noch ein Sicherheitsnetz, müssen nicht hungern, haben das Privileg unsere Ziele zu verfolgen, ohne zu viel über Geld nachdenken zu müssen. Trotzdem kenne ich das Gefühl der Ohnmacht, diesen lähmenden Schreck, der einen überfällt, wenn man glaubt kein Geld mehr zu haben und dadurch seiner Handlungsfreiheit beraubt zu sein. Unser ursprünglichstes Bedürfnis nach Liebe, Nähe, Beziehung wird übertönt von diesem System, in dem der Kapitalismus als verschuldender Kultus an die Stelle einer Religion tritt, an den unsere Gesellschaft glaubt. Er brüllt uns von allen Seiten anschreit uns ins Ohr, was wir angeblich unbedingt brauchen um ein erfülltes Leben zu leben.

Ich denke, dass es wichtig ist, immer wieder inne zu halten, auf die eigene Stimme zu hören, bewusst zu handeln und Menschlichkeit zu leben, um zu erkennen, was uns wirklich glücklich macht. Ich glaube nicht, dass wir in einer Welt ohne Geld alle faul wären, ganz im Gegenteil: vermutlich würde jeder genau das tun, was ihm am meisten Freude macht, und ich bin dankbar, dass das für mich schon jetzt Realität ist, und ich meinen Traum leben darf, denn genau das wünsche ich ausnahmslos allen Menschen.

Donnerstag, 15 Februar 2018 15:25

NEUE LUST AUF THEATER

Wie bekommt man den Nachwuchs ins Theater? Ganz einfach: spielend!   

In den Winterfreien hat das Theater Naumburg seine Türen für die neue Generation mit Leidenschaft für die Bühne geöffnet. In drei Spielclubs wurden parallel Geschichten erfunden und neuerdacht, gebastelt und gebaut und schließlich geprobt und gespielt. Im Puppenspiel-Workshop mit Anna Fülle entstanden Klappmaul-Puppen, die von den jugendlichen Spielern märchenhaft zum Leben erweckt wurden. Im Schauspiel bzw. Theaterworkshop mit Katja Rosin probierten sich die Kinder von 6 bis 10 Jahren an Figurenfindung und ersten theatralen Szenen aus. Und im soziokulturellen Projekt wurde mit nur wenig Vorlauf in einer Woche eine ganze Inszenierung auf die Bühne gebracht: acht junge Darsteller und 4 Profi-Schauspieler ließen das Puplikum die Abenteuer von TOM SAWYER UND HUCKLEBERRY FINN erleben. Am Ende der Woche standen insgedamt 21 junge Stars vor uns, die stolz und glücklich von ihrem Publikum gefeiert wurden. Es hat großen Spass gemacht - auf Wiedersehen!

Donnerstag, 25 Januar 2018 15:41

Antonio Gerolamo Fancellu

PECH ODER GLÜCKSBRINGER

Dass man Liebe nicht mit Geld kaufen kann, glaubt man erst dann, wenn man genug Geld hat.
Jack Nicholson

Meine Wahrnehmung des Geldwertes war schon seit meiner Kindheit sehr konfliktbehaftet.

Der großzügige Weihnachtsmann verlangte für Weihnachtsgeschenke so gut wie gar nichts oder nur einen Liebesbrief: einmal im Jahr! Jesus versprach das Paradies denjenigen, die dünn genug waren, um durch ein Nadelöhr zu passen und wurde dennoch für 30 Silbermünzen betrogen...während der arme Pinocchio für 5 Goldmünzen von der Katze und dem Fuchs an einem Baum gehängt wurde. Dagobert Duck wiederum schwamm im Geld, aber ich erkannte mich eher in seinem armen Neffen Donald wieder ...

Diejenige, die meine Zweifel zerstreute, war meine Großmutter: Von 1982 bis 1984 musste ich mit ihr zusammen zweimal in der Woche nach der Schule vor dem Fernseher sitzen, um die berühmteste und beliebteste mexikanische Seifenoper aller Zeiten zu sehen, wobei deren Titel bereits programmatisch klang: Auch die Reichen weinen! Mariana, ein sehr armes, trauriges und Waisenkind aus Mexiko-Stadt wird von dem unglaublich reichen Don Alberto adoptiert, der ihr eine Ausbildung, ein Haus und eine Familie gibt. Aber zusammen mit ihrem Glück kommt ihr größtes Unglück: Geld, Geld und nochmals Geld. Dadurch verwandelt sich Marianas Leben in eine Abfolge von Verrat, Leidenschaften im Schatten von Diamanten, Villen, Yachten und zweifelhaften Charakteren.


Nach dieser Gehirnwäsche, halb traumatisiert und halb fasziniert von dieser lateinamerikanischen Dekadenz hatte ich bereits im zarten Alter von 7 Jahre meine Zukunft entschieden: Wenn ich groß bin, werde ich auch reich: Reich aber Glücklich!

Unglücklicherweise hat mich das Schicksal zu einer Karriere „berufen“, die nicht wirklich Wohlstand verspricht. Und heute, wenn ich auf meine Brieftasche blicke, denke ich wieder an Oma und Mariana und sage mir: auch die Schauspieler weinen! ;-)

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Aktuell

  • Fortbildung - KASPER BAUT EIN HAUS
    Liebe Erzieher*innen, liebe Lehrer*innen, Das Theater Naumburg begrüßt Sie in der neuen Spielzeit 2018/2019! Am 22. August um 14:30 Uhr können Sie in der Marien-Magdalenen-Kirche die 1. Hauptprobe des Puppenspiels KASPER BAUT EIN HAUS besuchen. Anschließend findet ein Gespräch mit der Regisseurin und eine theaterpädagogische Nachbereitung statt. Die Veranstaltung ist…
  • Vorschau in die neue Spielzeit
    Liebe Theaterbegeisterte, nach der Sommerpause beginnt unsere Spielzeit mit unserer Puppenausstellung "Holzköppe und Stippenzieher" am 18. August 2018 in der Marien-Magdalenen-Kirche, mit buchbaren Führungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Eine Woche später geht es für Kinder ab 4 Jahren mit dem Figurenstück "Kasper baut ein Haus" weiter, ebenfalls in der…
  • Ein Geschäft, das nur Geld einbringt, ist ein schlechtes Geschäft. Henry Ford
    Liebes Publikum, unser Geschäft ist und bleibt das Theater. Doch auch wir stehen unter Spardruck, sind auf gute Auslastungszahlen angewiesen und müssen uns genau überlegen, wie wir die Fördermittel der Stadt, des Landkreises und des Landes Sachsen-Anhalt kreativ „anlegen“.Dank des Theaterpreises des Bundes dürfen wir in der nächsten Spielzeit unter…
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