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Autofiktionale Aufarbeitung einer DDR-Familiengeschichte
In seiner Uraufführung „Deckname: Gardez“ am Theater Naumburg verarbeitet Intendant Stefan Neugebauer seine eigene Biografie und die späte Erkenntnis über die Stasi-Verstrickungen seines Vaters. Der als spannender, autofiktionaler Thriller angelegte Abend verwebt geschickt persönliche Schicksale, Fluchtwünsche und Geheimdienstverbindungen im Wende-Setting zwischen Ost-Berlin und Paris.
Auf einem von einem großen Schachbrett dominierten Bühnenbild entfaltet sich in zügigen, empathischen Szenen das treffende Porträt einer von Lügen gelähmten DDR-Gesellschaft. Trotz des hochkomplexen Beziehungsgeflechts überzeugt die Inszenierung durch packende Tempowechsel sowie starke darstellerische Leistungen – allen voran ein emotional tiefberührender Moment von Ruth Weingarten.
Das (immer noch) kleinste Stadttheater Deutschlands setzt mit diesem bewegenden und atmosphärisch dichten Zeitdokument ein erstes glanzvolles Highlight der neuen Spielzeit.
Mit Klick auf den Link unter dem Bild geht es zur vollständigen Theaterkritik von Wolfgang Schilling.

Quellenangabe: Die Deutsche Bühne
Autor: Redaktion
Foto: ©Torsten Biel
Eingetragen am 14.09.2026
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